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Montag, 02. Januar 2006

Mozart und die Religion

Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 15:20

Heute habe ich die Januarausgabe der »zeitzeichen« erhalten. Darin schreibt Ralf Ludwig über »Mozarts Religion«. Ludwig wägt in seinem Artikel einige Positionen ab: Hildesheimer (Mozart komponierte Krichenmusik ohne jegliche Inbrunst) gegen Einstein (Mozart komponierte "fromm"). Stellt die Aussagen aus Mozarts Briefen an seinen Vater den kolportierten Gerüchten (Mozart fastete nicht) gegenüber.

Im letzten Absatz formuliert der Ralf Ludwig zwei rethorische Fragen:

[Zitat:] Muss man tatsächlich scharf trennen zwischen weltlicher und geistlicher Musik? Oder gilt für beide Seiten, dass sie aus einer Quelle kommen, der schöpferischen Kraft eines musikalischen Genies? [Zitat-Ende] (Ralf Ludwig »Mozarts Religion« in: zeitzeichen Januar 2006, 7. Jahrgang, Seite 11)

Wenn die Fragen offen bleiben dürfen, kann ich darin meine Haltung wiederfinden. Warum nüssen wir von außen über den Glauben und die Religiosität Mozarts befinden. Überlassen wir das doch getrost dem, der es kann. Und deshalb und ansonsten gilt für Mozart, das was für uns Menschen alle gilt: Jeder hat das Recht auf Geheimnisvolles und Unausgesprochenes. Manchmal ist es auch besser zu schweigen. Ich wünsche mir für das Mozartjahr 2006 mehr Respekt vor dem Menschen Mozart, den man eben nicht aus Briefen und Partituren rekonstruieren kann ...

 

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